Leistungsspektrum

Leistungsspektrum

Mit unseren zwei Standorten in Bad Berka und Apolda bieten wir das gesamte Spektrum der modernen diagnostischen Pathologie.

Wie alle medizinischen Bereiche entwickelt sich auch das Leistungsspektrum der Pathologie permanent weiter. Neben den klassischen histologischen Begutachtungen eingesandter Gewebeproben, immunhistologischen und molekularpathologischen Untersuchungen sowie der zytologischen Auswertung von Ausstrich- und Abstrichpräparaten umfasst unser Leistungsspektrum auch die Sofortbegutachtung von Gewebeproben sowie die Sektionspathologie.

Einen detaillierten Überblick finden Sie auf den folgenden Seiten. Einsendern stehen für die unterschiedlichen Fragestellungen angepasste, spezielle Formulare zur Verfügung, welche die schnelle Bearbeitung und reibungslose Diagnostik unterstützen.

Zur Sicherung der Qualität unserer immunhistologischen und molekularpathologischen Untersuchungen nehmen wir regelmäßig an Ringversuchen teil.

Histologie

Biopsien

Endoskopisch oder stanzbioptisch gewonnene (meist sehr kleine) Gewebeproben, z.B. Magen-, Darm- und Bronchusbiopsien, Mamma- oder
Prostata-Stanzzylinder

Probeexzisate

Hautveränderungen, Prostata- und Blasenspäne

Operationspräparate

Organe und Organteilstücke

Untersuchung mit konventioneller H/E-Färbung und histochemischen Sonderverfahren bei spezifischen Fragestellungen (Alcianblau-PAS-Färbung, Berliner-Blau-Reaktion, Elastika-van-Gieson-Färbung, Trichromfärbung, Elastika-Färbung, Giemsa-Färbung, Gram-Färbung, Kongorot-Färbung, Masson-Goldner-Färbung, Retikulin-Versilberung, Versilberung nach Grocott, Siriusrot-Färbung, Versilberung nach Gomori, Versilberung nach Whartin-Starry, Ziehl-Neelsen-Färbung) sowie mit immunhistochemischen Färbungen.

Das Antikörperspektrum umfasst ca. 250 differente Antikörper zur Tumor- bzw. Metastasen-Differenzierung und Überprüfung von möglichen (auch nuklearmedizinischen) Therapieoptionen (z.B. Östrogenrezeptoren, Her2neu, CD117, PD-L1, BRAF, ERCC1, β-Tubulin3, EML4-ALK, ROS1, CXCR4, PSMA, CD20, Neurotensinrezeptoren, Somatostatinrezeptoren).

zur/zum

  • Frühdiagnose von Tumoren
  • Klassifizierung von Tumoren und Einordnung in die WHO-Klassifikation
  • Personalisierten Therapie und Prognoseabschätzung
  • Nachweis von Stoffwechselerkrankungen
  • Nachweis und Einordung von entzündlichen Erkrankungen
  • Nachweis von parasitären, bakteriellen und viralen Infektionen.

Schnellschnitt- diagnostik

Gewebeproben werden noch während einer laufenden Operation histologisch untersucht. Die Ergebnisse liegen in der Regel 10 - 20 Minuten nach Eintreffen der Probe im Labor vor.

Sektionen

Molekularpathologie

PCR- und Array-basierte Nachweise von viralen und bakteriellen Erregern (Adenovirus, Parvovirus B19, Enterovirus, HHV6, typische und atypische Mykobakterien)

In Zusammenarbeit mit Oncoscreen/Synlab (gemeinsame Zertifizierung) Nachweis von Mutationen in tumorrelevanten Genen (z.B. EGFR, EML4-ALK, KRAS/ NRAS, BRAF, C-KIT u.a.).

Zytologie

  • Pleura- und Perikardergüsse, Aszites
  • Bronchoalveoläre Lavagen und Imprintzytologie
  • Orale Abstrichzytologie (auch als Dünnschichtzytologie mit weiterführenden Untersuchungsmöglichkeiten)

Gynäkologische Zytologie

  • Konventionelle Zytologie und Dünnschichtzytologie
  • HPV-Nachweis (low-grade/high-grade)
  • Immunzytochemie für p16/Ki67 in Doppelmarkierung (CINTec)
  • Nachweis des HPV-L1-Capsidproteins

Spezialisierte Diagnostik

Myokarditis-Diagnostik

  • Histomorphologische Befundung am HE-Schnitt
  • Untersuchung mittels histochemischen Sonderfärbungen
  • Immunhistologische Aufarbeitung
  • Nachweis einer verstärkten Expression der Histokompatibilitätsantigene HLA I und II sowie CD54 (ICAM) in Endothel und Interstitium
  • Nachweis von Entzündungszellen CD3 (T-Lymphozyten) Makrophagen (Mac 387), Aktivierte Zellen (CD45 R0)
  • Virusnachweis mit molekular-pathologischen Methoden (Parvoviren, Enteroviren, Adenoviren, HHV6)

Bronchoalveoläre Lavagen

  • Zytomorphologische Befundung am HE- bzw.GIEMSA-Präparat nach Papanicolaou
  • Klassifizierung der Subtypen maligner Tumoren
  • Quantitative Analyse der Zelltypen
  • Immunzytologische Untersuchungen
  • Bestimmung der Lymphozytensubpopulationen zur Klassifizierung von Lungengerüsterkrankungen (CD4, CD8, CD57, CD1a)
  • Immunfluoreszenz (Erregernachweise - Chlamydia pneumoniae, C. psitacii, Legionella pneumophila)
  • Asbestfiltration
  • Parasitennachweis (z.B. Pneumocystis jirovecii)

DNA-Zytophotometrie

  • Quantitative computergestützte Einzelzellanalyse der DNA-Gehalte tumorverdächtiger Zellen
  • Histogrammdarstellung und Einzelzellinterpretation Bestimmung des Ploidiegrades von Zellen und Analyse von Stammzellpopulationen
  • Bestimmung des DNA-Malignitätsgrades
  • Einschätzung der Dignität grenzwertig maligner Zellpopulationen sowie Prognoseeinschätzung bei malignen Tumoren (Prämaligne Läsionen der Zervix uteri oder der Mundschleimhaut)